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Surreale Plastiken aus Papier von Herbert Kalleitner:
In einer überaus aufwendigen Technik - mit unzähligen Schichten gekleisterten Papier - kreiert Herbert Kalleitner bis zu drei Meter
große surreale Plastiken und Objekte sowie raumgreifende Installationen.
Dass Material Papier erhöht die Ausdruckskraft der bis zu drei Meter großen Plastiken durch eine fein strukturierte Oberfläche und
signalisiert eine hohe kompromisslose Empfindlichkeit der einerseits stark reduzierten und
letztendlich doch überzeichneten menschenähnlichen Körper.
In seinen Ausstellungen zeigt Herbert Kalleitner neben surrealen Frauenfiguren auch Arbeiten aus seinem aktuellen Werkzyklus "Multisexuelle - Intersexuelle Plastiken".
Wie aus einem surrealen Tagtraum entsprungen, haben die Plastiken eine stark libidinisierende Wirkung auf den Betrachter. Die Auseinandersetzung mit einer
Vermischung der Geschlechtsmerkmale und einer allgegenwärtigen Konfrontation
von hetero- und homosexuellen Neigungen in unserer Gesellschaft hat den
Künstler Herbert Kalleitner dazu bewogen, multisexuelle Geschöpfe zu erschaffen.
Die Uridee seiner Plastiken ist, das der Orgasmus versucht, dem Moment zu widerstehen, indem sich im Mutterleib das Geschlecht entscheidet. Der Schwebezustand
sexueller Indifferenz. Er erzeugt mit seinen Plastiken eine Dualität zwischen männlichen und weiblichen Energien die ein Gleichgewicht suchen. Innerhalb dieser
Ausdrucksweise inszeniert der Künstler zwischenmenschliche Dramen, die wiederum beweisen oder nahelegen sollen das es zwischen männlicher
und weiblicher
Sexualität kein Gleichgewicht geben kann.
Eine zur Diskussion anregende Arbeit über das Aufheben der Widersprüche in der zwischenmenschlichen Beziehung und der dabei gelebten
sexuellen Freiheit oder Befangenheit der Geschlechter. |